Ratsgruppe Herner AfD

Lehrer im Stich gelassen!

Johann Heinrich Pestalozzi Lehrer
J. H. Pestalozzi

Herner Lehrer fühlen sich mit Flüchtlingen im Stich gelassen! Anstatt die Probleme anzugehen wurden unsere Schulpolitiker für ihre Anfrage im Schulausschuss von der SPD kritisiert!

Am 06. November 2014 erhielt der Schulausschuss einen lediglich mündlichen Bericht über die Einrichtung von Auffangklassen / Integrationsklassen für Schüler mit geringen Deutschkenntnissen bzw. Flüchtlingskinder. Damals zeichnete sich bereits eine Engpassituation beim Lehrpersonal ab. Zusätzliche Belastungen für die Lehrkräfte ergaben sich aus den Anforderungen des Inklusionsprozesses. Seitdem hat sich die Situation durch den starken Zustrom von Zuwanderern und Flüchtlingen weiter zugespitzt.

Die AfD-Gruppe fragte daher aktuell im Schulausschuss nach, um Maßnahmen für eine Verbesserung der Situation für alle Beteiligten zu ermöglichen und die Belastung für die Lehrkräfte zu verringern und den Unterricht zu verbessern:

  1. Inwieweit können die Ziele der Auffang- und Vorbereitungsklassen derzeit erfüllt werden?
  2. An welchen Schulen bestehen wieviele solcher Klassen mit wievielen Schülern?
  3. Wie hoch ist der Krankenstand an diesen Schulen?
  4. Aus der Nachbarschaft einer Herner Hauptschule wurde über Polizeieinsätze auf dem Schulgelände berichtet. Wieviele haben in diesem Jahr stattgefunden und wieviele im Jahr 2014 insgesamt? Gibt es eine Häufung und welches sind die Gründe?

Daraufhin musste man in der WAZ lesen: SPD rückt Herner AfD in die Nähe von Rechtsextremisten – | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-herne-und-wanne-eickel/spd-rueckt-herner-afd-in-die-naehe-von-rechtsextremisten-id10481492.html#plx1106812244

Wie berechtigt unsere Anfrage war, konnte man aber einige Tage später ebenfalls in der WAZ lesen:

Herne.  Vorbereitungsklassen für Migranten stellen Lehrer vor zahlreiche Probleme. Sie beklagen mangelnde Unterstützung vom Land und fehlende Fortbildung.

„Die Zahl der Flüchtlingskinder, die in Herne in so genannten Vorbereitungsklassen für den Unterricht fit gemacht werden, ist in den vergangenen Monaten wieder angestiegen . Viele Lehrer, die in diesen Klassen unterrichten, fühlen sich vom Land im Stich gelassen und beklagen eine mangelnde Unterstützung. Hatice Aksoy unterrichtet Flüchtlinge an der Gesamtschule Wanne-Eickel. Sie erlebt viele Situationen, denen sie hilflos gegenüber steht.

„Wir brauchen dringend eine psychologische Betreuung für die Kinder. Sie haben Verwandte, die in ihrer Heimat in Gefahr sind“, sagt Stufenkoordinatorin Anne Fricke. So sei vor kurzem ein junges Mädchen mitten im Unterricht in Tränen ausgebrochen. Sie habe ihre Großmutter vermisst, die sie in Syrien zurücklassen musste. „Unsere Sozialarbeiter und wir haben weder die Ausbildung noch die Zeit um da eine geeignete Betreuung zu gewährleisten.“

Keine Lösung in Sicht
Ein weiteres Problem im Unterricht mit Flüchtlingskindern: der unterschiedliche Lernstand der Schüler. „Wir hatten hier schon Schüler, die nie lesen und schreiben gelernt haben“, sagt Fricke. Mit ihnen könne man kaum arbeiten. Sinnvoller wäre es, Schüler vor dem Schulbesuch zu alphabetisieren. Die Probleme seien dem Land bekannt, eine Lösung sei nicht in Sicht.

Dort heißt es, dass man bis 2017 ein flächendeckendes Beratungs- und Fortbildungsangebot für Schulen bereitstellen möchte. Zuständig seien dann die Kommunalen Integrationszentren (KI) der Städte. Dort können Lehrer in Herne zum Beispiel eine Zusatzqualifikation im Bereich Deutsch als Zweitsprache erwerben. Hatice Aksoy ist froh, dass es diese Möglichkeit gibt, aber „eine eintägige Veranstaltung kann die Probleme nicht auffangen“….“

Herner Lehrer fühlen sich mit Flüchtlingen im Stich gelassen – | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-herne-und-wanne-eickel/herner-lehrer-fuehlen-sich-im-stich-gelassen-id10536632.html#plx148029031

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Ein Gedanke zu „Lehrer im Stich gelassen!“

  1. Als Antworten gab die Schulverwaltung folgendes zu Protokoll:

    Ö f f e n t l i c h e r T e i l d e r
    N i e d e r s c h r i f t
    über die Sitzung
    des Schulausschusses
    Sitzungstermin: Donnerstag, 19.03.2015
    Sitzungsbeginn: 16:00 Uhr
    Sitzungsende: 17:08 Uhr
    Ort, Raum: Hauptschule Gustav-Adolf, Edmund-Weber-Str. 127, 44651 Herne
    Vorsitz: Frau Birgit Klemczak
    Schriftführung: Herr Markus Gnörk
    .
    .
    .
    Anfragen der Ausschussmitglieder:

    Es liegt eine schriftliche Anfrage der AfD-Ratsgruppe vor, die Anfrage ist als Anlage 4 der Niederschrift über die Sitzung beigefügt.

    Die Anfrage wird durch Herrn Ruth zu Ziffer eins bis drei wie folgt beantwortet:

    1. Inwieweit können die Ziele der Auffang- und Vorbereitungsklassen derzeit erfüllt werden?

    Dazu können keine Aussagen gemacht werden. Die Schulen arbeiten im Rahmen des Erlasses „Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Zuwanderungsgeschichte, insbesondere im Bereich der Sprachen“. Die Schülerinnen und Schüler werden insbesondere im Erlernen der deutschen Sprache intensiv mit dem Ziel gefördert, schnellstmöglich in eine Regelklasse integriert zu werden (spätestens nach zwei Jahren).

    2. An welchen Schulen bestehen wieviele solche Klassen mit wievielen Schülern?

    In folgenden Schulen werden zurzeit 306 „Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger“ beschult:
    – An allen Grundschulen (132 SuS), davon 119 SuS an den acht Schwerpunktschulen GS Forellstraße, GS Freiherr-vom-Stein, GS Horst, GS Jürgens Hof, GS Max-Wiethoff-Straße, GS Schulstraße, GS Vellwigstraße
    – Hauptschule Hans-Tilkowski-Schule, Hauptschule Hölkeskampring (97 SuS)
    – Realschule Sodingen, Realschule Strünkede, Realschule an der Burg (31 SuS)
    – Gesamtschule Wanne-Eickel (17 SuS)
    – Otto-Hahn-Gymnasium, Gymnasium Wanne (29 SuS)

    Bedingt durch ständige Zu-und Wegzüge ist eine hohe Fluktuation zu verzeichnen.
    Daher verändern sich die Schülerzahlen beinahe täglich.

    3. Wie hoch ist die Krankheitsquote beim Lehrpersonal an diesen Schulen?

    Zu dieser Frage liegen keine Angaben vor.

    Die Anfrage zu Ziffer vier wird durch Herrn Heistermann als Leiter der Hans- Tilowski-Schule beantwortet.

    4. Aus der Nachbarschaft der Hans-Tilkowski-Schule wurde über
    Polizeieinsätze auf dem Schulgelände berichtet. Wieviele haben in diesem Jahr stattgefunden und wieviel im Jahr 2014 insgesamt? Gibt es eine Häufung und welches sind die Gründe?

    Es haben keinerlei Einsätze der Polizei aufgrund von Strafdelikten auf dem Schulgelände stattgefunden. Die Anwesenheit von Polizeikräften ist ausschließlich durch Schulungsmaßnahmen und Projekte zur Gewalt- / Kriminalitätsprävention begründet. Es findet zu diesem Zweck eine enge Kooperation der Schule mit der Polizei statt.

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